Industrie 4.0

Wie Rittal mit KI-gestützter Fertigung die Industrie revolutioniert

Das Unternehmen setzt auf vollautomatisierte Produktionslinien und digitale Zwillinge. Ein Besuch im modernsten Schaltschrankwerk der Welt zeigt, wie die Zukunft der Fertigung aussieht.

07.04.2026, 15:10 Uhr

Rittal Werk Haiger – Produktionshalle
Rittal Werk Haiger – Produktionshalle. Foto: Rittal GmbH & Co. KG

Die Friedhelm Loh Group hat mit einem wegweisenden Projekt neue Maßstäbe in der industriellen Fertigung gesetzt. Am Standort Haiger entsteht auf einer Fläche von über 24.000 Quadratmetern eine der modernsten Produktionsanlagen Europas.

Der Schaltschrankbauer Rittal investiert dabei in vollautomatisierte Fertigungslinien, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und dem Konzept des digitalen Zwillings gesteuert werden. Die Anlage kann bis zu 8.000 Schaltschränke pro Tag produzieren.

Digitaler Zwilling als Gamechanger

Das Herzstück der neuen Anlage ist die durchgängige Digitalisierung aller Prozesse. Bereits in der Planungsphase erstellt Eplan einen digitalen Zwilling der gesamten Schaltanlage, der alle relevanten Daten enthält.

Produktionshalle Rittal Haiger
Die neue Produktionshalle am Standort Haiger. Foto: Rittal GmbH & Co. KG

Diese durchgängige Datenbasis ermöglicht es, Fehler frühzeitig zu erkennen und den gesamten Fertigungsprozess zu optimieren. Die Ergebnisse sprechen für sich: Die Durchlaufzeiten konnten um 30 Prozent reduziert werden, während die Qualität messbar gestiegen ist.

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Produktionsfläche

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Schaltschränke pro Tag

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weniger CO₂-Emissionen

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Mitarbeitende am Standort

Vorher vs. Nachher: Die neue Fertigung

Kennzahl Vorher Nachher
Durchlaufzeit 48 Stunden 14 Stunden
Fehlerquote 2,3% 0,4%
CO₂ pro Einheit 12,5 kg 7,5 kg
Energieverbrauch 100% 62%
Automatisierungsgrad 45% 92%

Nachhaltigkeit als Leitprinzip

Neben der Effizienzsteigerung steht die Nachhaltigkeit im Fokus des Projekts. Die neue Anlage nutzt zu 100 Prozent erneuerbare Energien und setzt auf ein innovatives Wärmerückgewinnungssystem. Die CO₂-Emissionen pro produziertem Schaltschrank konnten so um 40 Prozent gesenkt werden.

Prof. Dr. Friedhelm Loh betont: Die Transformation der Industrie gelingt nur, wenn Innovation und Verantwortung Hand in Hand gehen. Mit diesem Projekt zeige die Gruppe, dass beides möglich sei.

2024

Grundsteinlegung

Baubeginn der neuen Fertigungshalle am Standort Haiger.

2025

Erste Testläufe

Die automatisierten Fertigungslinien absolvieren erfolgreich erste Testproduktionen.

2026

Vollbetrieb

Die Anlage produziert mit voller Kapazität bis zu 8.000 Schaltschränke pro Tag.

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»Die Zusammenarbeit mit Rittal hat unsere Fertigungseffizienz um 35% gesteigert. Ein echter Gamechanger.«
Michael Berger Leiter Produktion, Siemens Energy
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»Eplan hat unseren Engineering-Prozess revolutioniert. Was früher Wochen dauerte, schaffen wir jetzt in Tagen.«
Dr. Sarah Klein CTO, ABB Deutschland
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»Die Ausbildung bei der Friedhelm Loh Group hat mir alle Türen geöffnet. Ich bin stolz, Teil dieses Teams zu sein.«
Tim Hofmann Mechatroniker, Rittal

»Die Transformation der Industrie gelingt nur, wenn Innovation und Verantwortung Hand in Hand gehen«

Prof. Dr. Friedhelm Loh , Inhaber und Vorsitzender der Friedhelm Loh Group

4 Bilder – Klicken zum Vergrößern

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Maria Schmidt

Redakteurin Innovation & Technologie

Maria Schmidt berichtet seit über zehn Jahren über Industrie 4.0 und digitale Transformation. Ihre Schwerpunkte sind Automatisierung und nachhaltige Fertigung.

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